DVD
Video DVD Erstellung mit Open Source Tools (Freeware)
Nach einer längeren Pause habe ich mich wieder mit der Erstellung einer
Video DVD befasst um unseren kleinen Mann auf Film zu bannen.
Das Rohmaterial stammt von einer Panasonic NV-GS75, welche mit
MiniDV-Kassetten arbeitet.
Capture
Nach der Aufnahme besteht der erste Schritt also darin, das Aufgenommene
auf den PC zu bringen. Dazu verwende ich die mitgelieferte Software
"MotionDV STUDIO LE for DV". Dies klappt auch ohne Probleme entweder
über FireWire oder USB. Die Dateien liegen danach in einem AVI-Container
und sind bereit für die Weiterverarbeitung.
Editieren & Vertonen
Erledigt ebenfalls das mitgelieferte "MotionDV STUDIO LE for
DV". Beim Editieren können nicht benötigte Sequenzen rausgeschnitten
werden und das Video kann mit Ton unterlegt werden. Interessant fand
ich, dass das in Clips geteilte Video auch so exportiert werden kann
(Option "In Clips Aufteilen" in der Ausgabe-View). Man erhält dann pro
Clip eine eigene AVI-Datei, dies ist dann später bei DVD-Erstellung
hilfreich.
MPEG Encoding & DVD-Erstellung
Hier kommt nun das klasse Programm
DVD Flick zum
Einsatz. Es kann nämlich die erstellen AVI-Dateien, die ja das Video in
DV-Format enthalten, in ein DVD-Video kompatibles MPEG Format
konvertieren. Alles was man tun muss, ist die Video-Dateien über "Add
title" in die DVD-Zusammenstellung aufzunehmen. Mit "Menu setting"
kann man dann spielend leicht ein DVD-Menü generieren. Dabei wählt man
einfach zwischen verschiedenen Vorlagen
aus. Das Geniale dabei ist, dass das Programm selbstständig für jeden
Titel, also pro AVI-Datei, ein Menüeintrag inkl. Screenshot erstellt.
Über "Create DVD" kann dann der DVD-Erstellungs-Prozess gestartet
werden. Dabei werden die DVD-Dateien erstellt und falls in den "Projecs
settings" unter "Burning" aktiviert, eine ISO-Datei generiert oder
gleich eine DVD gebrannt.
Deinterlacing
& Interlaced Source
Als einzige Stolperfalle hat sich das Interlacing herausgestellt.
DV-Videos liegen nach dem Capturen meistens Interlaced vor. Das für
DVD-Video benutzte
MPEG2-Format unterstützt ebenfalls Interlaced Video. Und auch die
DVD-Video-Abspieler, seien es nun Standalone DVD-Player oder Software
DVD-Player, können ebenfalls damit umgehen. Es kommt nun nur darauf an,
das dem DVD Authoring Programm richtig mitzugeben. Im DVD Flick ist
folgendes zu beachten:
- Die Option "Projekt setting
| Video | Advanced | Deinterlace source" nicht
aktivieren!
- Dafür aber "Interlaced" unter "Edit title | Video
sources" für alle Titel aktivieren.
Wie merkt man, dass man falsche Einstellungen gesetzt hat? Z.B. wenn
bei der Video Wiedergabe Schlieren wie in einem der Screenshot zu sehen
sind, auftauchen.
Screenshots
DVD Flick Oberfläche
DVD Menü mit DVD Flick erstellt

Linienbildung bei Bewegungen, wenn DVD falsch erstellt wird. Siehe Interlaced Source.